Wie soziales Leben unter Kindern entsteht.
Wohl dem, der keinen vorgefassten Plan hat, nach dem er den Willen der Kinder lenkt. Und wohl dem, der Geduld hat und Vertrauen in die kommenden Individualitäten, die im Heranwachsen zu zeigen vermögen, was sie im Himmel für ihr Erdenleben vorbereitet haben. Welcher Plan sollte das in sich haben, was erst im Kommen aus dem Unbekannten sich erweisen kann? Ein lebendiges Gewimmel ist es, das wir anzuschauen haben, so wir allen Plan da lassen, wo er hin gehört, ins Vergessen den Kindern gegenüber.
Dass dieses Gewimmel sich ordnet, bewirkt nicht die Ordnung von aussen, von oben,nachPlan. Sensibles Chaos heisst das, das allem Lebendigen, Wachsenden, Sprossenden innewohnt, somit also den Kindern zuerst in ihrem Zusammensein. Doch
braucht dieses Chaos des Lebendigen ein Gefäss, Anfang, Mitte, Ende, damit es sich nicht selber überwältigt. Nur: was Form ist und Festigkeit, ist dem Gefäss gemäss, nicht dem lebendigen, vielgestaltigen Inhalt. Der Teller soll haltbar sein, die Schale und nicht die Suppe oder das Getränk. Anfangszeit und notwendige praktische Anfangshandlungen sind das Eine, das Fassung gibt.
Den kompletten Artikel aus der Zeitschrift AGORA Ausgabe 04/2017 kannst du hier herunterladen (PDF)